StartBocholtBocholter Stadtmuseum bietet im Oktober vielfältiges Programm

Bocholter Stadtmuseum bietet im Oktober vielfältiges Programm

Das Stadtmuseum Bocholt bietet im Oktober ein umfangreiches Begleitprogramm zur Sonderausstellung „Schwere Schritte. Bocholter Geschichten von Flucht und Neubeginn“. Auf dem Programm stehen unter anderem Vorträge, Lesungen, Tanztheater, Workshops und öffentliche Führungen.

Persönliche Geschichten und politische Fragen

Den Auftakt bildet am Donnerstag, 8. Oktober, um 19 Uhr der Vortrag „Heimatverlust – Trauma oder Chance für einen Neuanfang?“ von Prof. Dr. Erika Rosenberg-Band. Sie berichtet über den Heimatverlust ihrer Eltern und dessen Auswirkungen auf ihr eigenes Leben. Im Anschluss geht es unter anderem um Fluchterfahrungen, traumatische Erlebnisse und den Neubeginn Vertriebener in Bocholt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung beim Verein für Heimatpflege Bocholt ist erforderlich.

Am 9. Oktober liest Antje Bones vormittags für Schulklassen aus ihrem Buch „Witamy heißt Willkommen!“. Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren können am selben Tag von 16 bis 18 Uhr bei einer kreativen Ausstellungsbegehung mit der Künstlerin Nora Weßel eigene Gedanken, Fragen und Gefühle in Bildern, Gedichten oder kurzen Texten festhalten. Die Teilnahme kostet 6 Euro.

Am Sonntag, 11. Oktober, erzählen Karyna und Dmytro Borodii in ihrem Tanztheater „Unser Weg“ von ihrem Leben vor dem Krieg, ihrer Flucht und dem Neuanfang in einem fremden Land. Die etwa 15-minütige Performance wird um 11.15 und 17.15 Uhr im Veranstaltungssaal des LernWerks gezeigt. Davor gibt es jeweils eine Führung durch die Ausstellung.

Lesung und Informationen zur Flüchtlingshilfe

Am 15. Oktober steht im Rahmen von „Bocholt liest!“ die Lesung „Frau Müller, die Migrantin“ mit Evelyne Waithira Müller auf dem Programm. In ihrer Autobiografie schildert sie ihren Weg von Kenia nach Deutschland und berichtet unter anderem von Einsamkeit, Kulturschock, Rassismus, Zugehörigkeit und dem Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft. Eine öffentliche Ausstellungsführung beginnt um 18 Uhr, die Lesung um 19.30 Uhr. Karten kosten 9 Euro im Vorverkauf und 10 Euro an der Abendkasse.

Wie die kommunale Flüchtlingshilfe in Bocholt funktioniert, erläutern Beschäftigte des städtischen Fachbereichs Soziales am 20. Oktober. Nach einer Führung um 17 Uhr beginnt um 18.30 Uhr der Vortrag „Ankommen in Bocholt – Kommunale Flüchtlingshilfe im Alltag“. Dabei geht es unter anderem um Unterbringung, Versorgung, Unterstützung, das Bocholter Wohnstufenkonzept und Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Vortrag und Führung sind kostenfrei, eine Anmeldung beim Stadtmuseum ist notwendig.

Am 21. Oktober ordnet Prof. Dr. Thilo Harth das reformierte Gemeinsame Europäische Asylsystem rechtlich und politisch ein. Sein Vortrag beginnt um 18.30 Uhr, eine kostenfreie Führung durch die Ausstellung bereits um 17 Uhr.

Kreativangebote und Führung im Stadtwaldlager

Vom 27. bis zum 29. Oktober können Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren jeweils von 15 bis 17 Uhr an der „Malzeit“ teilnehmen. Nach einem Ausstellungsbesuch setzen sie sich kreativ mit Flucht, Neubeginn und dem Zusammenleben auseinander. Begleitet wird der Workshop von den Künstlerinnen Sieglinde Potthoff und Heidi Artz. Eine Anmeldung beim Stadtmuseum ist erforderlich.

Am 28. Oktober um 16.30 Uhr findet zudem die letzte öffentliche Führung des Jahres durch das Bocholter Stadtwaldlager statt. Der Termin richtet sich speziell an Kinder und Jugendliche, die sich altersgerecht mit der Geschichte des historischen Ortes beschäftigen können. Die Führung ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich.

Weitere öffentliche Führungen durch „Schwere Schritte“ gibt es am 15., 20., 21. und 29. Oktober. Anmeldungen und Informationen sind beim Stadtmuseum Bocholt per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 02871 / 953-2171 erhältlich.

Ähnliche Beiträge
Faserfreunde (Side)

Meistgelesen

bocholt-bringts.de