Rund 110 Mitglieder und Freunde der Real Hermandad de Emigrantes de Nuestra Señora del Rocío aus Huelva haben vom 2. bis 5. Oktober Bocholt besucht. Die Bruderschaft geht auf spanische Arbeitsmigranten zurück, die in den 1960er-Jahren in Bocholt lebten.
Unter dem Leitgedanken „Tradition – Begegnung – Freundschaft“ besuchten die Gäste Orte, die mit der Geschichte der spanischen Gemeinschaft in Bocholt verbunden sind. Zum Programm gehörten eine Andacht auf der Jugendburg Gemen, eine Messe in St. Georg und eine Prozession zur ehemaligen St.-Laurentius-Kirche. Dabei führten die Gäste die Standarte „Jungfrau de Rocio“ sowie Fahnen ihrer Bruderschaft mit. Eine Stadtführung ergänzte den Besuch.
Die Stadt Bocholt empfing die Gruppe im LernWerk. Bei einem gemeinsamen Abend im „Dat Bokeltse Hus“ kamen deutsche und spanische Gäste bei Musik zusammen. Bereits am Europäischen Jugendcamp 2026 hatten acht Jugendliche aus Huelva mit einer Begleitperson teilgenommen.
Vorbereitet und begleitet wurde die Reise von Juan Lopez Casanava, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Integration und Chancengleichheit sowie des Centro Cultural Español de Bocholt. Einen Besuch in Bocholt hatte er bereits bei einer Reise nach Huelva im Jahr 2025 angekündigt.
Unterstützt wurde die Begegnung durch den Europa-Scheck des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Förderprogramm unterstützt Projekte, die den europäischen Gedanken vor Ort sichtbar machen und Menschen grenzüberschreitend zusammenbringen.





